Die Zukunft von VR – Das könnte uns schon bald erwarten!

August 30, 2019
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Virtual Reality gilt für viele als wichtigstes Medium der Zukunft – in der Folge technologischer “Quantensprünge”, wie sie der Computer, das Internet und zuletzt das Smartphone gebracht haben, wird Virtual Reality von vielen Experten als nächster großer Schritt genannt. 

Doch was steckt wirklich in dieser Technologie? 

Und welche Anwendungen werden VR zum eigentlichen Durchbruch verhelfen? Wir wagen einen Blick in die virtuelle Kristallkugel.

Alle 10 bis 15 Jahre konnten wir zuletzt beobachten, das neue Computer-Plattformen die Märkte und Herzen der Menschen erobert haben: Nach dem Computer kam das Internet, nach dem Internet das Smartphone. Und wenn es darum geht zu benennen, was der nächste dieser Schritte ist, wird vielfach Virtual Reality genannt. 

Aber stimmt das?

Klar ist: Bei den vorhergehenden Technologien hat es einige Zeit gedauert, bis sich ihr Potential voll entfalten konnte – und ähnlich ist es derzeit bei Virtual Reality. Denn die benötigten Geräte sind seit mittlerweile mehr als drei Jahren verfügbar – die ersten leistbaren und technologisch brauchbaren Head Mounted Displays sind dank Herstellern wie Oculus, HTC und Sony längst erhältlich. 

Die Massen scheinen aktuell aber noch wenig überzeugt!

So nüchtern muss man sein: Bei aller Euphorie und trotz der vielfach dank Oculus Eigentümer Facebook gerührten Werbetrommel, lässt der absolute Durchbruch von Virtual Reality bislang noch auf sich warten.

Allerdings muss man festhalten: Beim Internet und dem Smartphone hat es ebenfalls mehrere Jahre gedauert, bis die ersten “Killer-Apps” zu einer Explosion der Nutzerzahlen geführt haben. Auch die Technologie musste über die Jahre erst reifen, um essentielle Funktionen erst möglich zu machen.

Wenn die Zukunft von Virtual Reality also rosig ist, dann werden diese in der Branche heiß ersehnten Apps wohl gerade in Entstehung sein. Doch was genau werden uns diese VR-Apps bringen? Wie genau werden sie unseren Alltag verändern?

Ein wichtiger Faktor, der mit der Zukunft von Virtual Reality zusammenhängt, ist nicht zuletzt auch die technologische Entwicklung, die VR-Erfahrungen besser und besser macht. Auch diese wird große Auswirkungen darauf haben, wie wir Virtual Reality wohl schon bald nutzen werden.

So wird Virtual Reality die Zukunft verändern

Mann hält eine Glaskugel in der Hand

Zugegeben: Ein Blick in die Glaskugel führt fast immer zu Irrtümern. Selten haben sich Prognosen über die Zukunft als richtig erwiesen, selbst dann, wenn sie von wahren Experten kamen. 

Man erinnere sich nur an das weltberühmte Zitat von Thomas Watson, ehemaliger Chairman von IBM, der im Jahr 1943 noch dachte, “dass es weltweit einen Markt für vielleicht fünf Computer gibt”. Ähnlich spektakulär daneben gelegen war der Microsoft CEO Steve Ballmer im Jahr 2007, der das iPhone mit der Begründung verspottete, das es mit 500,- US-Dollar viel zu teuer sei, und es “Business-Nutzer überhaupt nicht anspricht, weil es keine Tastatur hat. Damit ist es keine besonders gute E-Mail-Maschine“. 

So sehr diese Statements wohl zu den spektakulärsten Fehleinschätzungen der IT-Geschichte zu zählen sind, so muss man im selben Maße vorsichtig sein, wenn man über die Zukunft von Virtual Reality spekuliert. Dennoch gibt es gleich eine ganze Reihe von VR-Applikationen, die schon heute verfügbar sind, und gleich in einigen Branchen dramatische Veränderungen bewirken werden. Virtual Reality hat also schon heute, am Beginn seines Entwicklungszyklus, seinen Nutzen mehrfach bewiesen.

Die große Verbesserung, die VR im Gegensatz zu allen anderen aktuell verfügbaren Medien bietet, der Schlüssel, der VR zum Zukunftsmedium schlechthin macht, ist die hohe Immersion. 

Wer schon einmal ein Head Mounted Display aufgesetzt hat und in eine virtuelle Realität eingetauscht ist, der weiß wovon die Rede ist: Diese Welten sind für den Menschen eine überaus intensive Erfahrung, die uns auf emotionaler Ebene anspricht, und das nochmals deutlich intensiver, als dies beispielsweise beim Kino schon der Fall ist.

Grundsätzlich gilt: Je immersiver die Erfahrung, umso größer der Einfluss einer virtuellen Welt auf die User. Wenn also in Bereichen wie Lernen, Gaming, Museum und ähnlichem auf Film und anderen Medien zurückgegriffen wird, um das Lernen zu erleichtern, dann wird klar, dass VR in all diesen Bereichen früher oder später ebenfalls Einzug halten wird.

So normal wie Smartphones?

Ein Smartphone was auf dem Tisch liegt

So mancher Experte ist gar von dem heute für viele vielleicht undenkbaren überzeugt, nämlich dass die Nutzung von Virtual Reality in wenigen Jahren so normal sein wird, wie die Nutzung des Smartphones heute. 

In Anbetracht des Ausmaßes, in dem die Computer im Hosentaschenformat unseren Alltag erobert haben wird klar, dass dies eine gewagte Ansage ist. Ausschließen kann man dies aber auf keinen Fall – zumal man sich klar macht, wie rasch der technologische Fortschritt mittlerweile von Statten geht.

VR in der Zukunft: was kommt in technischer Hinsicht?

Nehmen wir die technische Entwicklung von Virtual Reality Geräten einmal genauer unter die Lupe. 

Abgesehen von wenigen Prototypen die bis Mitte der 2010er Jahre entwickelt wurden, hat sich erst mit dem Oculus Rift und der HTC Vive eine erste Generation an massentauglichen VR-Geräten etabliert, und das erst im Jahr 2015. 

Diese Head Mounted Displays haben eine ansprechende Auflösung in HD, bringen eine brauchbare Framerate, die jener von Kinofilmen entspricht. Allerdings wird für diese ein teurer Rechner benötigt, um die graphischen Prozesse zu bewältigen, um virtuelle Realitäten erst zu erschaffen, die den Menschen in seinen Bann ziehen.

Die nächsten Schritte auf dem Weg zur Massentauglichkeit sind vorgezeichnet: Bereits heute sind einige wenige taugliche Geräte verfügbar, die ohne Verkabelung an einen Rechner auskommen, was als wichtiges Ziel gewertet werden muss. Denn eine Technologie kann nur dann erfolgreich sein, wenn sie den Alltag nicht erschwert – das Gegenteil muss eigentlich der Fall sein.

Viele Hersteller arbeiten bereits an der Umsetzung kommender Technologiesprünge, die Virtual Reality auf die nächste Stufen bringen sollen:

Virtual Reality in 8k Auflösung

Die meisten Head Mounted Displays bringen heute höchstens eine 4k Auflösung. Um aber eine tatsächlich realistische Welt auf die Bildschirme zu zaubern, ist in Sachen Auflösung eine deutliche Steigerung notwendig. Wirklich spannend wird es erst mit 8K Head Mounted Displays. Entsprechende Geräte sollen von Herstellern wie Pimax und Huawei bereits kurz vor der Veröffentlichung stehen.

Immersion bis zur Ununterscheidbarkeit steigern

Das große Ziel ist hierbei klar: Letztlich soll Virtual Reality den Menschen keine qualitativ geringere Erfahrung bieten, als die “analoge” Wirklichkeit dies vermag. Die perfekte Illusion hat Virtual Reality also im Sinne, egal ob es sich bei der Illusion um alternative Wirklichkeiten handeln soll, oder ob sie die Erfahrung schafft, sich an einem anderen, realen Ort zu befinden.

Hast du etwa schon einmal daran gedacht, wie es wäre, Schritte auf dem Mond zu setzen? Vielleicht wird eine tatsächliche Reise zum Mond für dich und viele andere zu Lebzeiten aber unerschwinglich bleiben.

Eine virtuelle Reise zum Erdtrabanten allerdings, mithilfe einer Virtual Reality Applikation, die wird sich wahrscheinlich in naher Zukunft jeder leisten können!

Holodeck – keine Science Fiction mehr

Wenn wir in die etwas fernere technologische Zukunft von Virtual Reality blicken, so träumen die echten VR-Geeks längst vom sogenannten Holodeck. 

Dabei handelt es sich um einen speziellen Ort, der vom berühmten Raumschiff Enterprise bekannt ist. Das Holodeck wird dort gerne als Rückzugs- und Erholungsort genutzt, denn es erschafft extrem realistische virtuelle Realitäten, die sich nicht nur bestaunen, sondern auch anfassen lassen. 

Ein solches Holodeck ist kann eine völlig ohne Display oder andere Hilfsmittel auskommende virtuelle Welt darstellen, die es vermag, mithilfe von optischen Effekten und Kraftfeldern eine sehr realistische Erfahrung zu erzeugen.

Du denkst, das Holodeck ist Science Fiction und völlig außer Reichweite? Ein Unternehmen in den USA denkt anders, und hat mit the Void ein solches Holodeck bereits jetzt möglich gemacht. In vier Ländern auf mehr als 15 Standorten ist the Void schon heute Realität. Die Experience kommt wohl an jene des Raumschiff Enterprise noch nicht heran, aber früher oder später wird es wohl soweit sein.

Zukunft des Gamings

Wenn man sich die Branchen ansieht, in welchen Virtual Reality wahrscheinlich den größten Impact haben wird, dann wird klarer Weise meist das Gaming genannt. Und wer etwa den Hollywood Blockbuster “Ready Player One” gesehen hat, weiß, was damit gemeint ist:

Virtual Reality macht Gaming zu einer Experience, die an Intensität kaum zu überbieten ist. Der von Steven Spielberg produzierte Film ist im Jahr 2045 angesiedelt und zeigt auf, wohin die Reise tatsächlich gehen könnte. 

In Ready Player One taucht die gesamte Welt in die “Oasis” ein, eine virtuelle Realität, die es im Grunde allen Menschen ermöglicht, ein paradiesisches, wenn auch virtuelles Leben zu führen.

Mag der Film zwar nicht unbedingt die gesellschaftliche Entwicklung widerspiegeln (was wohl eine wohl eher traurige Entwicklung wäre), so machen die Möglichkeiten, die durch täuschend echte VR-Welten für den Menschen geschaffen werden könnten, doch Lust auf mehr: Zu fremden Planeten reisen, an Autorennen teilnehmen, schwerelos tanzen, per Knopfdruck an den Strand – die Möglichkeiten einer perfekte VR Inszenierung sind wahrlich grenzenlos!

Zukunft des Lernens

Learning App in VR

Ein weiterer Bereich, in dem VR schon jetzt in vielerlei Hinsicht einen großen Nutzen bringt, ist Lernen, Aus- und Weiterbildung. Dem zugrunde liegt: Sprachen lernen ist bekanntlich auf Reisen viel einfacher, als im Klassenzimmer.

Und Reisen in VR-Welten sind auf Knopfdruck und mit sehr geringen Kosten möglich – unschlagbare Argumente für VR. Ein gutes Beispiel ist eine Entwicklung von mobfish in Zusammenarbeit mit dem niederländischen Sprachinstitut Regina Coeli, bei dem die Nutzer Teile des Sprachkurses in einer VR-Umgebung durchführen.

Und auch die Weiterbildung im wirtschaftlichen Bereich findet bereits jetzt Anwendung. So gibt es beispielsweise ein Programm der Deutschen Bahn, welches Mitarbeiter technisch schult, indem es Züge virtualisiert und dort Trainings anbietet. Das Unternehmen spart so Millionen. Noch Fragen?

Virtual Reality goes Hollywood

Das Kino ist seit jeher ein Ort, an dem man in alternative Wirklichkeiten eintaucht. Und eben das Kino könnte durch Virtual Reality auf eine neue Stufe gestellt werden. Filme, in denen der Zuseher sich frei bewegen kann, und selbst entscheidet, wohin er blickt – das ist Realismus pur. 

Auch in psychologischer Hinsicht bedeutet der virtuelle, selbst gewählte Blickwinkel, den ein Zuseher in einer VR Welt einnimmt, einen Quantensprung in der Cinematographie. Man darf gespannt sein, wann das Kino, so wie es heute besteht ähnlich gesehen wird, wie wir heute Stumm- und Schwarz-Weiß Filme als altmodisch ansehen.

Shared Experiences in VR

Ein besonders spannender Ausblick in die Zukunft von Virtual Reality sind sogenannte shared Experiences. Bereits heute sind massive Multiplayer Online Games wie Fortnite oder Player Unknowns Battleground riesige Hits, die von Millionen von Spielern auf der ganzen Welt gespielt werden. 

Der entscheidende Gedanke bei diesen Spielen ist nicht zuletzt eine soziale Komponente. Denn immerhin spielt man immer gemeinsam mit anderen Menschen. Ob das Freunde sind, oder Fremde, um die nächste Schlacht zu gewinnen, ist dabei nicht wirklich entscheidend.

Wenn man diesen Trend nun auf Virtual Reality anwendet, so wird klar, was mit shared Experiences gemeint ist: Erlebnisse, die man mit anderen teilt.

Stellen Sie sich vor, Sie könnten nicht nur in Form von Avataren gemeinsam mit Freunden spielen, die sich eigentlich ganz woanders befinden – sondern sich tatsächlich in eine gemeinsame Welt “projizieren”? Der Gedanke ist, dass man so gemeinsam auf Reisen gehen kann, Sport betrieben kann, Games spielen kann, und ähnliches – ohne sich tatsächlich zu treffen. 

Ebenfalls als shared Experience denkbar ist etwa ein gemeinsames Abendessen mit der ganzen Familie, wobei der gemeinsame Speisetisch sich in der virtuellen Realität befindet. Ebenfalls denkbar wäre es, per VR-Display an Ereignissen wie Rockkonzerten teilzunehmen, oder etwa bei sportlichen Großveranstaltungen. Mit Hilfe von VR würde ein Fußballstadion niemals wirklich ausverkauft sein, solange man sich per VR vor Ort “beamen” kann.

Warten auf die VR Killer-App

Wann wird also die Zukunft von Virtual Reality gekommen sein? Der Schlüssel, um diese Frage zu beantworten, liegt in der entscheidenden Killer-App. Denn bislang ist Virtual Reality, wenn auch die Verkäufe von modernen Head Mounted Displays in die Millionen gehen, immer noch ein Nischenprodukt. Es wird also Killer-Apps brauchen, um VR zum Massenphänomen zu machen. Doch von welchem Entwickler und wann ist mit dieser zu rechnen?

Und obwohl die Welt darauf zu warten scheint, ist gerade diese Frage besonders schwierig zu beantworten. Die Antwort darauf, weshalb sich bislang keine entsprechende Entwicklung abzeichnet, liegt in der aktuellen Situation des VR Marktes begründet. Hier besteht eine gewisse Zwickmühle: 

Kriterien für den VR Durchbruch

Eine Killer App hat erst dann gute Chancen, den Markt zu erobern, wenn folgende Kriterien erfüllt sind:

  • Ein wirtschaftlicher Anreiz VR Apps zu entwickeln muss gegeben sein.
  • Technische Voraussetzungen für aufwändige VR-Apps müssen erfüllt sein.

Und beide Kriterien sind derzeit noch nicht ganz erfüllt. Um die Entwicklung von VR-Apps potentiell attraktiv zu machen, müssen entsprechend viele User vorhanden sein, die im Besitz von leistungsfähiger Hardware sind, und somit zum Konsumenten entsprechender Apps werden. 

Doch eben diese Zielgruppe ist derzeit, hauptsächlich aufgrund zu hoher Hardwarekosten, noch zu klein, um den kommerziellen Erfolg einer potentiellen Killer-App wahrscheinlich zu machen. Wegen dieser Situation zögern zumindest die großen Entwicklerstudios aktuell noch damit, VR-Projekte entsprechend zu forcieren und Budgets frei zu geben.

Hingegen im Business Einsatz von Virtual Reality können bereits heute ungeahnte Potentiale freigesetzt werden – ganz unabhängig von den “großen Erfolg” von VR in Bezug auf Massenware!

Fazit

Die Killer-App, die Virtual Reality zum absoluten Durchbruch verhilft, ist aktuell noch nicht abzusehen. Klar ist aber, die Entwicklung geht in die richtige Richtung! 

VR-Hardware wird immer billiger und ist inzwischen technisch ausgereift. Und nicht zuletzt stehen immer mehr Unternehmen VR offen gegenüber und wagen erste innovative Entwicklungen. 

So steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es nicht mehr lange allzu lange dauern wird, bis das Zeitalter von Virtual Reality so richtig angebrochen ist.

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